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Mensch Mutta. Ein Podcast.

Ich dachte:
Normal. Durchschnitt. Nicht besonders aufregend.
Das ist das Leben meiner Mutter in der DDR.
Bis ich mehr und mehr andere Mütter kennen gelernt habe – in meiner neuen Heimat, im Süden Deutschlands.

Und gemerkt habe: Normal ist anders.

Sie wollte ein ruhiges Leben haben, musste dann aber trotzdem immer wieder kämpfen.
Sie wollte nicht anecken, musste sich aber trotzdem vor dem Staat rechtfertigen.
Sie war doch eigentlich schüchtern, hat aber dann doch ständig Mut bewiesen.

Mensch, Mutta. Ein Podcast über meine Mutter – und ihr halbes Leben in der DDR.

Episoden

Mensch Mutta erzählt die Geschichte meiner Mutter in der DDR als Serie. Jede Woche veröffentliche ich hier eine neue Episode.

Hört sie Euch an! Sagt mir, was Ihr darüber denkt! Freu mich, von Euch zu hören.

Jetzt dürft IHR erstmal hören!

03 In der Parallelwelt

Jetzt ist sie also wirklich weg! Weg aus dem Heimatdorf und rauf zur Ostsee. Mutta arbeitet jetzt in einem Ferienheim für Kinder. Die katholische Kirche macht’s möglich: Das Heim wird nämlich von Nonnen geleitet. Mutta ist 16 und erstmal glücklich: Jetzt darf sie also doch noch mit Kindern arbeiten.

Und die Kirche in der DDR bietet ihr noch mehr Möglichkeiten: Neben Ferienheimen arbeitet und lernt sie auch in Behinderteneinrichtungen, Krankenhäusern. Mutta nimmt alles mal mit. Sie lebt ein paar Jahre ein bisschen wie in einer Parallelwelt in dieser Kirchen-DDR. Unterm Radar des Arbeiter- und Bauernstaats.

Da ist die Kirche zwar offiziell nicht wohl gelitten. Aber sie hat so manchen Versorgungsengpass aufgefangen.

Aber warum ist unsere Familie in so einem Land überhaupt katholisch? Und dazu noch im protestantischen Norden? Das liegt an meiner Oma. Und daran, wo sie herkam.

Aber geerbter Katholizismus hin oder her: Für Mutta ist dann nach ein paar Jahren trotzdem Schluss mit den Jobs in der Kirche. Mit Anfang 20 dann:  Raus aus der Parallelwelt. Rein ins “echte Leben”.

02 Der Traumberuf

Mutta kommt vom Land. Und zwar so richtig: Ein Dorf mit ein paar hundert EinwohnerInnen in der Uckermark. Sieht schön idyllisch aus. War aber alles andere als Idylle. Sondern eine Kindheit in der DDR mit harter Arbeit – in den fünfziger und sechziger Jahren. Für Mutta und ihre Schwester ist deshalb klar: So schnell wie möglich weg da!

Am liebsten will Mutta Kindergärtnerin werden. Aber da macht ihr die DDR einen Strich durch die Rechnung: Denn Mutta singt ahnungslos ein “klassenfeindliches Lied” mit. Und das hat ungeahnte Konsequenzen – das war’s dann erstmal mit ihrem Traumberuf.

Am Ende kommt Hilfe aus einer ganz unerwarteten Ecke. Denn eins gilt ja immer noch: Hauptsache weg da!

01 Normal is anders

Meine Mutta hatte sich eingerichtet in der DDR. Was blieb ihr übrig? Aber dann plötzlich Ausnahmesituation: Mutta darf nach „drüben“ fahren – 1988. „Ein Geschenk des Himmels.“ Was sie mit dem Geschenk gemacht hat, find‘ ich heute nicht selbstverständlich.

Trailer Mensch Mutta

Noch wat

Wer steckt hinter „Mensch Mutta“?

Natürlich die Tochter!

Katharina Thoms, freie Journalistin – mit Liebe zum Audio, aber auch einem starken Hang zum Dokumentarfilm. Mit Affinität zu Politik und Leidenschaft für Geschichten.

Mehr zu mir auf www.wort.fm

Der Podcast “Mensch Mutta” ist eine Eigenproduktion. Beigetragen zum großen Ganzen haben:

  • der wunderbare Chill Carrier mit seiner feinen Musik,
  • die tolle Zeichnerin Melanie Gywer mit ihrem smoothen Stift,
  • der Soundtüftler Fabian Schaller mit seinem klaren Ohr (und anderer “Software”),
  • der Webdesigner Karl Stefan Röser mit seinem Nerd-Verstand,
  • und viele Menschen, die zugehört, redigiert und bestärkt haben.
  • Und Mutta!